SATZUNG
DER WIRTSCHAFTSJUNIOREN ERDING

- Fassung vom 1. Dezember 1988 -

§ 1 Name, Rechtsform, Sitz, Verhältnis zur Kammer

Die Wirtschaftsjunioren führen die Bezeichnung „WIRTSCHAFTSJUNIOREN ERDING bei der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern“ (nachstehend Wirtschaftsjunioren).

Die Wirtschaftsjunioren sind ein nicht eingetragener Verein.

Sie werden von der Kammer gefördert, die auch bei der organisatorischen Betreuung behilflich ist und finanzielle Unterstützung gewährt.

Der Sitz der Wirtschaftsjunioren ist Erding.

§ 2 Zweck

  1. Die Wirtschaftsjunioren wollen ihre Mitglieder dazu befähigen, den Standpunkt und die Interessen der Wirtschaft einzeln oder auch als Kreis in der Gesellschaft zu vertreten.

    Insbesondere wollen die Wirtschaftsjunioren dazu beitragen, das Verantwortungsbewußtsein der freien Unternehmer für eine zeitgemäße und sinnvolle Fortentwicklung der sozialen Marktwirtschaft zu wecken und zu stärken.

2. Dies erfordert u. a.:
a) Vermittlung von Kenntnissen wirtschafts-, gesellschafts- und sozialpolitischer Zusammenhänge und Erfordernisse.
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b)  Aktive Beteiligung der Mitglieder an der Planung und Durchführung von Programmen des Kreises zur Förderung des Einzelnen und des Gemeinwesens.

c)  Mitarbeit des Einzelnen

i)  in der Selbstverwaltung der Wirtschaft,
ii)  in der beruflichen Nachwuchsausbildung,
iii)  in den demokratischen Parteien und Parlamenten,
iv)  ehrenamtlich in den öffentlichen Institutionen.
d)  Einführung des Nachwuchses in die Wirtschaftspraxis und Arbeitswelt.
e)  Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitisch relevanten Gruppen.

f)  Fachliche Fortbildung durch

i)  betrieblichen und überbetrieblichen Meinungs- und Erfahrungsaustausch,

ii)  Studium der an eine moderne Unternehmensführung zu stellende Aufgabe.

g)  Stärken des Zusammengehörigkeitsgefühls der Unternehmer durch Erarbeiten gemeinsamer Standpunkte.
h)  Kontakte zu Institutionen mit gleichen oder ähnlichen Zielsetzungen anzubahnen und aufrecht zu erhalten.

3. Zur Erreichung dieser Ziele führen die Wirtschaftsjunioren u. a. durch:
a)  Vortragsveranstaltungen, Podiumsgespräche und Seminare,
b)  Austausch betrieblicher und wissenschaftlicher Kenntnisse in Gesprächen und Diskussionen, Betriebsbesichtigungen und Studienreisen,
c)  gesellschaftliche Veranstaltungen zur Knüpfung und Vertiefung persönlicher Kontakte.

§ 3 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr beginnt am 01.11. eines Jahres und endet am 31.10. des darauf folgenden Jahres.

§ 4 Mitgliedschaft

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  1. Die Wirtschaftsjunioren unterscheiden ordentliche Mitglieder, fördernde Mitglieder und Ehrenmitglieder.

  2. Die ordentliche Mitgliedschaft bei den Wirtschaftsjunioren kann erwerben, wer noch nicht das 40. Lebensjahr vollendet hat, in einem der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern zugehörigen Unternehmen tätig ist, unternehmerische Aufgaben erfüllt, oder für eine leitende Tätigkeit vorgesehen ist und den Problemen des Unternehmertums aufgeschlossen gegenüber steht.

  3. Es können auch andere Personen im Einzelfall Mitglied werden, die den Zielsetzungen des Kreises durch ihre Ausbildung oder berufliche Tätigkeit nahestehen.

  4. Die ordentliche Mitgliedschaft verpflichtet zu aktiver und regelmäßiger Teilnahme an der Veranstaltungen des Kreises.

  5. Mitglieder, die das 40. Lebensjahr erreicht haben, werden als fördernde Mitglieder geführt. Sie haben kein Stimmrecht und sollen in Organen der Wirtschaftsjunioren nicht tätig sein. Im übrigen haben sie die gleichen Rechte wie ordentliche Mitglieder (z. B. Mitarbeit in Arbeitskreisen, Eintrag in das Kontaktebuch etc.).

  6. Die Mitgliederversammlung kann um die Belange der Wirtschaftsjunioren besonders verdiente Persönlichkeiten zu Ehrenmitgliedern wählen. Die Entscheidung erfolgt in Abwesenheit des Vorgeschlagenen. Ein Ehrenmitglied hat, soweit es nicht ordentliches oder förderndes Mitglied ist, die Rechte eines fördernden Mitglieds.

  7. Die Mitgliedschaft ist schriftlich zu beantragen. Nach Antragstellung wird der Bewerber zunächst bis zu einem halben Jahr zu den Veranstaltungen des Juniorenkreises eingeladen. Innerhalb dieser Frist entscheidet der Vorstand über die Aufnahme.

  8. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Tod oder Ausschluß. Ein Austritt ist schriftlich mitzuteilen und kann zum Ende eines jeden Geschäftsjahres erklärt werden. Der Ausschluß ist zulässig, bei Nichtbeachtung der Satzung, insbesondere wenn ein Mitglied von den Wirtschaftsjunioren verfolgten Zielen erheblich zuwider handelt. Der Ausschluß ist auch dann zulässig, wenn ein Mitglied trotz zweimaliger Mahnung den Mitgliedsbeitrag nicht entrichtet.

  9. Über Aufnahme und Ausschluß entscheidet der Vorstand mit der Mehrheit seiner Mitglieder. Über einen Einspruch gegen den Ausschluß entscheidet endgültig die Mitgliederversammlung. Gründe für Aufnahmeverweigerung bzw. Ausschluß müssen dem Betroffenen nicht bekanntgegeben werden. Die Einspruchsfrist beträgt vier Wochen

 

10. Die Wirtschaftsjunioren erwarten von den Mitgliedern aktive und regelmäßige Teilnahme an den Veranstaltungen der Wirtschaftsjunioren.

§ 5 Beiträge

Die Wirtschaftsjunioren erheben von den ordentlichen sowie von den fördernden Mitgliedern einen Jahresbeitrag, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung festgelegt wird. Der Mitgliedsbeitrag ist jeweils im März fällig. Neumitglieder entrichten, sofern die Aufnahme in der ersten Geschäftsjahreshälfte erfolgt, den vollen, sofern die Aufnahme in der zweiten Jahreshälfte erfolgt, den halben Jahresbeitrag. Beim Ausscheiden während des Geschäftsjahres werden keine Beitragsanteile zurückgezahlt.

§ 6 Organe

Organe der Wirtschaftsjunioren sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

§ 7 Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung entscheidet über:

    1. a)  Wahl des Vorstandes,

    2. b)  die Genehmigung des Jahresabschlusses,

    3. c)  die Bestellung von Rechnungsprüfern,

    4. d)  die Erteilung von Entlastungen,

      sowie in den sonstigen in dieser Satzung festgelegten Fällen.

  2. Mindestens einmal jährlich, und zwar in den ersten drei Monaten nach Ende des Geschäftsjahres, findet eine Mitgliederversamm- lung statt, bei der über die in Abs. 1 aufgezählten Angelegenheiten entschieden wird.

  3. Zu dieser Mitgliederversammlung hat der Vorstand spätestens zwei Wochen vorher schriftlich, unter Bekanntgabe der Tagesordnung, einzuladen. Anträge zur Tagesordnung sind spätestens eine Wochen vor der Mitgliederversammlung dem Vorstand einzureichen.

  1. Bei Einhaltung dieser Einladungsvorschrift kann über Angelegenheiten des Abs. 1 auch bei einer anderen Mitgliederversammlung entschieden werden. Auf Verlangen von einem Drittel der Mitglieder hat dies zu geschehen.

  2. Bei Beschlüssen der Mitgliederversammlung hat jedes anwesende ordentliche Mitglied eine Stimme. Das Stimmrecht ist nur persönlich vom Mitglied auszuüben.

  3. Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit der einfachen Mehrheit der von den anwesenden ordentlichen Mitgliedern abgegebenen gültigen Stimmen gefaßt. Über die Form der Abstimmung entscheidet die Versammlung. Stimmenthaltungen bzw. ungültige Stimmabgaben werden bei der Ermittlung des Stimmergebnisses nicht mitgezählt (Abzug von der Präsenz). Über Mitgliederversammlungen, bei denen formelle Beschlüsse im Sinne dieser Satzung gefaßt werden, ist ein vom Vorsitzenden und Schriftführer unterzeichnetes Protokoll zu fertigen.

§ 8 Vorstand

  1. Der Vorstand hat sein Amt eine Wahlperiode auszuüben. Dabei ist eine Überschreitung des 40. Lebensjahres zulässig. Er leitet und vertritt die Wirtschaftsjunioren und entscheidet über alle Angelegenheiten, die nicht der Mitgliederversammlung vorbe- halten sind. Über die Art der Vertretungsbefugnisse entscheidet der Vorstand in seiner Gesamtheit.

  2. Er besteht aus mindestens drei, höchstens sechs Mitgliedern, die für je ein Geschäftsjahr gewählt werden. Wiederwahl ist zulässig.

  3. Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Umlaufbeschlüsse sind in dringenden Angelegenheiten möglich.

  4. Der Vorsitzende (Vorstandssprecher) und sein Stellvertreter werden von den Vorstandsmitgliedern aus ihrem Kreis gewählt. Wiederwahl ist zulässig.

  5. Einladungen zu den Vorstandssitzungen haben möglichst eine Woche vor der jeweiligen Sitzung schriftlich durch den Vorstandssprecher zu erfolgen. An den Sitzungen des Vorstandes kann der für die Betreuung des Kreises zuständige Referent der Industrie- und Handelskammer beratend teilnehmen

6. Ein Mitglied des Vorstandes nimmt die Aufgaben eines Schatzmeisters wahr. Er ist für die ordnungsgemäße Rechnungsführung verantwortlich und legt der Mitglieds- versammlung den Jahresabschluß vor. Im übrigen bestimmt der Vorstand die Verteilung und Ordnung seiner Geschäfte selbst.

§ 9 Rechnungsprüfer

Von der Mitgliederversammlung sind jeweils für ein Geschäftsjahr zwei Rechnungsprüfer zu wählen. Diese haben jährlich mindestens einmal die Kassen- und Buchführung zu prüfen und der Mitgliederversammlung zu berichten. Die Prüfung ist mit dem Ergebnis der Prüfung auf den Jahresabschlüssen zu dokumentieren bzw. können separate Prüfungsberichte gefertigt werden.

§ 10 Arbeitsgruppen

Der Vorstand kann für bestimmte Aufgabenbereiche oder einzelne Angelegenheiten aus dem Tätigkeitsbereich des Kreises „Arbeitsgruppen mit beratender Funktion“ aus Mitgliedern und Sachverständigen einsetzen. Die Berufung der Mitglieder einer Arbeitsgruppe und ihres Vorsitzenden und Stellvertreters obliegt dem Vorstand.

§ 11 Schlußbestimmungen

  1. Die Wirtschaftsjunioren sind Mitglied der „Wirtschaftsjunioren Deutschland“. Sie sind zugleich über diese Organisation Mitglied der Junior Chamber International (JCI).

  2. Eine Änderung dieser Satzung kann nur mit zwei Drittel Mehrheit der an einer nach § 7 dieser Satzung einberufenen Mitgliederversammlung der anwesenden ordentlichen Mitglieder beschlossen werden. Die Auflösung der Wirtschaftsjunioren bedarf der Zustimmung von zwei Drittel aller anwesenden ordentlichen Mitglieder.

  1. Bei Auflösung der Wirtschaftsjunioren fließt das Vermögen der Wirtschaftsjunioren dem Landkreis Erding zur Verwendung für ausschließlich gemeinnützige, mildtätige Zwecke zu.

  2. Die Satzung tritt am 01.12.1988 in Kraft.